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Malteser Braunschweig

Ein Freund der Verbände

Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ besuchte erstmals sein zukünftiges Bistum

07.05.2018
Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ (Mitte), ernannter Bischof von Hildesheim, im Kreise des Domkapitels. Mit dabei sein Vorgänger Norbert Trelle (3. von rechts) und Bischof Dr. Michael Wüstenberg (rechts); Bildquelle: Lukas/Malteser

Hildesheim (mhd). Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ, ernannter Bischof von Hildesheim, ist ein großer Freund katholischer Verbände, so auch der Malteser. „Verbände spielen eine große Rolle, vor allem auch in der Ortskirche“, sagte Wilmer am Montag, 7. Mai, bei seinem ersten Besuch in Hildesheim. Wilmer plant, eng mit den Verbänden in seinem künftigen Bistum zusammenarbeiten. Der ernannte Bischof ist nach eigener Auskunft zwar noch kein Mitglied der Malteser, hat seit heute aber zumindest einen Aufnahmeantrag, den ihm die Malteser-Pressestelle überreichte.

Strahlender Sonnenschein und strahlende Gesichter, als Pater Wilmer heute beim Mittagsgebet um 12 Uhr im Hildesheimer Dom seinen ersten öffentlichen Auftritt als ernannter Bischof von Hildesheim hatte. Dabei verriet Wilmer auch den Wahlspruch, unter den er sein Bischofsamt stellen möchte. Eine Stelle aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther soll es sein, Kapitel 1, Vers 23: „Wir sind Gehilfen Eurer Freude – Adiutores Gaudii Vestri“. Dieses Motto passe gut zu ihm, auch im Plural, der darin zum Ausdruck komme, denn „ich verstehe mich als Teamplayer.“

Nach dem Mittagsgebet stellte sich Wilmer den Medien und gab Interviews. Ein konkretes Programm habe er noch nicht für sein Bistum, sagte Wilmer dabei auf Anfrage, er wolle zunächst eine Bistumstour machen, freue sich auf die Begegnung mit den Menschen und werde einen Schwerpunkt auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen legen. „Im Zentrum steht Gott und im Zentrum steht der Mensch“, so Wilmer. Gott habe sich dem Menschen zugewandt und ihm gesagt: Du bist mir wichtig. Das sei auch seine Leitlinie, bekennt Wilmer. Er sehe sehr wohl die großen Herausforderungen seines neuen Amtes, freue sich aber auch auf die Mitarbeit so vieler Menschen, der Haupt- wie auch Ehrenamtlichen. „Ich will da norddeutsch rangehen“, so Wilmer wörtlich, „mit Zuversicht, Gottvertrauen und Schmackes.“

Der zukünftige Bischof sieht sich ganz der Ökumene verpflichtet. „Ich finde, dass wir als Christen zusammenhalten müssen.“ Zur Frage, ob er den Kommunionempfang für protestantische Ehepartner katholischer Christen unterstütze, wie dies ein umstrittenes Papier der Deutschen Bischofskonferenz vorsieht, sagte Pater Wilmer. „Dies ist ein wichtiges Thema und um wichtige Themen muss gerungen werden.“ Er sei überzeugt, dass die deutschen Bischöfe einen guten Weg finden werden „und zu einer Entscheidung kommen, an die ich mich halten werde.“ Wilmer glaubt, „dass wir in der Ökumene nach vorne gehen und vorankommen.“

Wie sein Vorgänger Norbert Trelle, so ist auch Pater Wilmer offenbar ein großer Fußballfreund und outete sich auf Nachfrage als Fan des FC 27 Schapen im südlichen Emsland, wo Wilmer als Bauernsohn aufgewachsen ist. Natürlich sei er auch stolz darauf, Bischof eines Bistums zu werden, in dem einige Mannschaften Weltklassefußball spielen. Seine Botschaft an die vom Abstieg bedrohten Mannschaften seiner zukünftigen Diözese: „Es gibt immer einen Weg wieder nach oben.“

Pater Dr. Heiner Wilmer SCJ ist Generaloberer der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester. Am 6. April 2018 ernannte ihn Papst Franziskus zum 71. Bischof von Hildesheim.

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