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Malteser Braunschweig

Der Heilige Vater in guten Händen

Malteser der Hildesheimer Diözesangliederung leisteten Sanitätsdienst in Rom

02.03.2016
Franziskus auf dem Weg zum Gebet; Foto: Malteser/Kai Zaengel
Foto: Malteser/Kai Zaengel
Foto: Malteser/Kai Zaengel
Foto: Malteser/Kai Zaengel
Foto: Malteser/Kai Zaengel

Rom (mhd) Auch in einem Heiligen Jahr kann manch Unheiliges geschehen. Grund genug für Papst Franziskus, den Sanitätsdienst zum Heiligen Jahr 2016 in den vier römischen Papstkirchen dem Malteserorden anzuvertrauen. So reiste ein siebenköpfiges Team der Malteser aus der Diözese Hildesheim in der dritten Februarwoche in die Ewige Stadt – und kam dem Heiligen Vater dabei ganz nahe.   

Für die lange Anreise mit dem Zug wurden die Hildesheimer Malteser durch eine wunderbare Wohnung mit Blick auf die Kuppel des Petersdoms entschädigt. Rasch teilte sich das Gesamtteam in zwei Gruppen auf, die tageweise in einer der Basiliken Dienst taten. Glücklicherweise kam es nur zu einem größeren Einsatz, nachdem eine ältere Dame ausgerechnet am letzten Tag vor Dienstschluss gestürzt war. Mit Verdacht auf eine Oberschenkelhalsfraktur wurde die Frau ins Krankenhaus gebracht. Dabei machten die Deutschen reichlich Bekanntschaft mit römischen Gepflogenheiten. Da die Basiliken vatikanisches Staatsgebiet sind, darf eine italienische Ambulanz nämlich erst in Absprache mit den Verantwortlichen vor Ort gerufen werden.  

Einmal lief den Malteser bei Ihrem Dienst Franziskus über den Weg, als er ausgerechnet in jener Kirche beten wollte, in der die beiden Teams Dienst gerade Dienst taten! Dem Heiligen Vater ganz nahe gewesen zu sein, wird allen in Erinnerung bleiben.  

Neben dem Dienst blieb genug Zeit, Stadt und Menschen kennenzulernen. Schnell wurde dabei klar, dass nicht alle Einheimischen Englisch sprechen. Das galt auch für jene einheimische Ärztin, die das Malteser-Team unterstützte. Mit Händen und Füßen sowie einigen Italienisch-Fragmenten gelang die Kommunikation dann doch, sogar bei den gelegentlichen Kartenspielen.  

An einem der freien Abende kamen zwei römische Freundinnen einer Teilnehmerin vorbei, um den Deutschen „ihre“ Stadt zu zeigen. Das taten sie dann auch und bewiesen dabei nicht nur, dass bis zu neun Personen in einen kleinen Fiat passen, sondern führten die Gruppe zuletzt noch in ein echtes „Geheimtip-Restaurant“ zu Pizza und Wein. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der „Villa Malta“, in dem der Souveräne Malteserorden seinen Sitz hat. Während der einstündigen exklusiven Führung zusammen mit den böhmischen und österreichischen Teams warfen die Hildesheimer Malteser im Garten der Villa natürlich auch einen Blick durch das grüne „Schlüsselloch“ auf den Petersdom. Der Ausblick über die Stadt Rom war grandios.  

Zum Dank für ihren Einsatz erhielten alle Malteser-Teams der unterschiedlichen Nationalitäten im Malteser Palais in der Via Condotti einen Orden. Tief beeindruckt von einer außergewöhnlichen Woche kamen die Malteser nach einer weiteren 19-stündigen Bahnfahrt wieder wohlbehalten in Hannover an.  

 

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