Welterfahren – jung geblieben

Hannover (mhd). Hans Höing (39) ist seit 1. November neuer Referent für Jugend und Schule der Malteser in der Diözese Hildesheim. Höing folgt auf Kyra Kluck, die diese Stelle als Elternzeitvertretung für Johannes Heinzerling übernommen hatte. Johannes Heinzerling selbst wird nach Ende seiner Elternzeit nicht zu den Maltesern zurückkehren.

Er hat die Welt gesehen und ist dennoch bodenständig geblieben. Nun will Hans Höing sein Wissen den Maltesern schenken und die Jugendarbeit der katholischen Hilfsorganisation voranbringen. Sein Ausbildungsweg führte den frischgebackenen Malteser-Referenten zwar zunächst in die Wirtschaft, doch die Jugendarbeit war immer eine feste Konstante in Höings Leben. Seit dem zwölften Lebensjahr engagiert er sich in seiner Heimatstadt Neustadt am Rbge. bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), war lange Rover-Leiter und ist seit Frühjahr 2019 Vorstand des DPSG-Stammes St. Peter und Paul mit 80 Mitgliedern. Auch auf Diözesanebene kümmert sich Höing in seiner Freizeit um die Pfadfinderei und organisiert unter anderem deren Öffentlichkeitsarbeit.

Nach dem Abitur in Neustadt am Rbge. absolvierte Hans Höing seinen Zivildienst im Haus Wohldenberg, einer Einrichtung des Bistums Hildesheim. Anschließend machte er eine Ausbildung zum Werbekaufmann in Hamburg, bevor es ihn zu „International Business and Management Studies“ nach Groningen in die Niederlande verschlug. Ein Auslandssemester führte nach Hongkong, ein Praxissemester „zum Daimler“ nach Stuttgart.

Nach dem Studienabschluss arbeitete Höing zunächst als Marketing-Koordinator beim Sealife in Hannover und wechselte dann zur IdeenExpo. Als Projekt-Koordinator betreute er zahlreiche Unternehmen, Verbände und Einrichtungen, die auf der IdeenExpo 2011 als Aussteller vertreten waren.

Ab August 2012 war Höing dann sieben Jahre lang beim Bistum Hildesheim tätig. Zu seinen Aufgaben im Fachbereich Jugendpastoral gehörte unter anderem, diözesane Aktionen und Veranstaltungen zu organisieren: von „Unterm Turm“ und Wochenenden für Firmlinge und Katecheten über Präventionsfortbildungen und die jährliche Chrisammesse bis hin zu internationalen Jugendbegegnungen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus bis zu neun Ländern. Gern erinnert sich Höing an die Weltjugendtage 2013 in Brasilien, 2016 in Polen und 2019 in Bolivien beziehungsweise Panama. Sie seien die wohl aufwändigsten und gleichzeitig auch prägendsten Veranstaltungen gewesen, für die er verantwortlich war, sagt er rückblickend.

„In der Zeit beim Bistum gab es etliche Anknüpfungspunkte mit den Maltesern“, so Höing, „sei es bei der verlässlichen, logistischen Unterstützung von Veranstaltungen in Sachen Sanitätsdienst oder bei der Fortbildung zum Ersthelfer.“ So war die Idee, zu den Maltesern zu wechseln, sehr naheliegend.

Was macht der neue Jugendreferent in seiner verbleibenden Freizeit? „Ich bin gerne draußen in der Natur“, antwortet der 39-Jährige: Fahrradfahren, Wandern – gerne am Meer – das ist seine Welt. Wichtig sind ihm auch „gute Kommunikation, Wertschätzung, Humor und lebenslanges Lernen“ – und die Detektive der „Drei Fragezeichen“, die in Höing einen treuen Leser und Hörer gefunden haben.


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