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Malteser Braunschweig

Ausbildung

Die Ausbildung von Hund und Hundeführer erfolgt als Team, da nur so das gegenseitige Vertrauen aufgebaut werden kann, welches für spätere Einsätze unerlässlich ist. Neben der praktischen Ausbildung in der Flächen- und Trümmersuche werden die Hundeführer zusätzlich theoretisch ausgebildet.

Die Dauer der Ausbildung beträgt ca. 2-3 Jahre, bis das Team erstmals zur Prüfung gehen kann. Das erfolgreiche Ablegen der Rettungshundeprüfung ist Voraussetzung für die Einsatzfähigkeit des Teams und muss alle 18 Monate wiederholt werden. Auch nach der erfolgreichen Prüfung ist es unerlässlich das regelmäßige Training fortzuführen.

Neben der Ausbildung des eigenen Hundes hilft auch jedes Mitglied der Staffel in der Ausbildung der anderen Rettungshundeteams mit.

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Bei uns in der Staffel werden die Hunde in der Flächen- und Trümmersuche ausgebildet, wobei das Hauptaugenmerk auf der Flächensuche liegt

Die Flächensuche setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen, zunächst die aktive Suche mit der Nase nach menschlicher Witterung und im Anschluss, wenn die Person gefunden ist die Anzeige bis der Hundeführer bei seinem Hund und der gefundenen Person angekommen ist. Dies sind Elemente, die der Hund zunächst Schritt für Schritt einzeln erlernen muss, um sie später zusammen zu setzen und sicher auszuführen. Als Bestätigung für ihre Leistung werden die Hunde mit ihrem Lieblingsspielzeug oder Lieblingslecker bestätigt, so lernen die Hunde, dass es sich lohnt Menschen zu suchen.

Bei der Flächensuche wird zumeist in Waldgebieten gesucht, allerdings können auch Wiesen oder Maisfelder mit zu diesen Gebieten gehören. Eine besondere Form der Flächensuche ist die Uferrandsuche, hierbei wird vom Hund der Ufer- und Flachwasserbereich eines Gewässers abgesucht.

In der Trümmersuche muss der Hund, neben den schon bei der Flächensuche genannten Elementen Nasenarbeit und Anzeige, zusätzlich das begehen von unsicheren Untergründen lernen. Dies geschieht zum einen durch das direkte Begehen von Trümmern, aber auch durch Gerätearbeit bei der z.B. eine waagerechte Leiter oder eine Wippe überquert werden muss.

Schlussendlich gehört auch die Unterordnung mit zur Ausbildung, da sie bei jeder Prüfung wieder gezeigt werden muss. Hierzu gehört z.B. das Fußgehen, Gruppe mit Hunden, Sitz aus der Bewegung, Abrufen und Voran schicken des Hundes.

 

Neben der Ausbildung gemeinsam mit dem Hund werden die Hundeführer auch theoretisch und praktisch in Bereichen ausgebildet, die wichtig für die Rettungshundearbeit und spätere Einsatzfähigkeit des Teams sind.

Neben der Theorie, die Staffel intern durchgeführt wird ist auch die Ausbildung zum Einsatzsanitäter eine Voraussetzung für den Hundeführer. Hierfür werden Lehrgänge angeboten, die sich aus theoretischer und praktischer Ausbildung mit abschließender Prüfung und einem Praktikum zusammensetzen.

Theoriethemen sind unter anderem:

  • Flächensuche (Wind, Suchtaktik etc.)
  • Trümmersuche (Suchtaktik, Beurteilung der Lage etc.)
  • Orientierung (Kompass, Karte, GPS)
  • Funk
  • Einsatzgrundlagen
  • Kommunikation
  • Stress
  • Führung
  • Hundeausbildung
  • Ausdrucksverhalten Hund
  • Lerntheorie Hund
  • Motivation Hund
  • Erste Hilfe Hund

In der Ausbildung mit dem Hund lernt der Hundeführer z.B. seinen Hund zu lesen, ihn durch gezieltes Schicken zu unterstützen, den Wind zu beurteilen und seine Suchtaktik dementsprechend zu wählen oder anzupassen. In der gemeinsamen Arbeit sollen Hund und Hundeführer zu einem Team zusammenwachsen.

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE26370601201201209230  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7