Zum wiederholten Male wurden am heutigen Dienstag Teileinheiten des Einsatzzuges der Malteser für die Durchführung einer Evakuierung angefordert. Bereits am Donnerstag Abend wurde bekannt, dass unter einem Gebäude in der Kreuzstraße möglicherweise eine Bombe liegen würde. Ein Spezialunternehmen war bereits seit einiger Zeit Hinweisen eines Zeitzeugen nachgegangen und hatte unter dem Gebäude einen Metallkörper entdeckt, der einer Bombe sehr ähnlich schien. Aus Sicherheitsgründen wurde heute gegen 9:00 Uhr damit begonnen, etwa 1.500 Anwohner zu evakuieren.
Durch die Vorlaufzeit von mehreren Tagen hatten alle beteiligten Hilfsorganisationen Zeit, sich auf den bevorstehenden Einsatz vorzubereiten. So konnten insbesondere Einsatzkräfte, die sowieso Urlaub oder dienstfrei hatten, zum Einsatz gebracht werden, so dass kaum Helfer von ihren Arbeitsplätzen fernbleiben mussten.
Die Malteser waren dennoch mit 16 Helfern im Einsatz und bereiteten gemeinsam mit anderen Einheiten eine Mehrzweckhalle für die Aufnahme der evakuierten Personen vor. Aufgaben der Malteser waren die Registrierung der nicht gehfähigen Patienten, die sanitäts- bzw. rettungsdienstliche Betreuung sowie der Transport von gehbehinderten Bürgern aus dem Evakuierungsgebiet.
Gegen 10:00 stellen die eingesetzten Kräfte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes jedoch fest, dass es sich bei dem gefundenen Objekt nicht um eine Bombe, sondern um eine andere metallische Anomalie handelte. Die Evakuierung wurde daher abgebrochen, alle Kräfte konnten einrücken.