Am gestrigen Sonntag, den 21.10.2007, wurde die Integrierte Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel über ein auf der Oker treibendes Boot vom Typ "Kanadier" informiert, welches geborgen werden sollte. Daraufhin wurden ein Führungsdienst, ein Löschfahrzeug und ein Rüstwagen der Berufsfeuerwehr sowie die örtlich zuständige Freiwillige Feuerwehr Veltenhof an die Einsatzstelle entsandt.
Vor Ort stellte sich den Einsatzkräften die folgende Lage dar: Das Boot hing mit einem Strick an der Okerböschung. Im Wasser befand sich weiterhin eine Jacke, die sich an einem Ast in der Flussmitte verfangen hatte. Nachdem Boot und Jacke durch Feuerwehrkräfte geborgen worden waren, wurden bei der Durchsuchung der Jacke durch die Polizei mehrere persönliche Gegenstände gefunden. Man musste nun davon ausgehen, dass möglicherweise eine Person mit dem Boot gekentert und in die Oker gefallen war. Umgehend wurde eine großangelegte Suche eingeleitet.
Durch die Feuerwehr wurden zwei weitere Führungsdienste, der Einsatzleitwagen 2, vier weitere Ortsfeuerwehren, der Fachzug Versorgung und die in Braunschweig tätigen Rettungshundestaffeln alarmiert. Diese ließen daraufhin alle vier in der AG Rettungshunde tätigen Rettungshunde-Einheiten alarmieren. Der Rettungshubschrauber "Christoph 30" überflog das Gebiet, konnte aber aufgrund des dichten Bewuchses der Okerböschung keine Erkenntnisse gewinnen. Aus diesen Gründen wurde seitens der Polizei davon abgesehen, den Polizeihubschrauber "Phönix" mit einer Wärmebildkamera zum Einsatz zu bringen. Statt dessen unterstützte eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei den Einsatz.
Die Uferrandgebiete der Oker wurden nun systematisch durch die Einsatzkräfte und die Rettungshunde abgesucht. Seitens der rettungshundeführenden Einheiten kamen vier Rettungshunde der Malteser, drei Rettungshunde des DRK Peine und ein Rettungshund des THW Wolfenbüttel zum Einsatz. Drei Helfer der Johanniter-Rettungshundestaffel unterstützten den Einsatz. Der Einsatz der Rettungshunde wurde durch Führungskräfte der Malteser in enger Abstimmung sowohl mit der Gesamteinsatzleitung der Feuerwehr wie auch den beteiligten Rettungshundestaffeln koordiniert.
Der Uferrand wurde von der Fundstelle des Bootes an bis an den Mittellandkanal weitestgehend abgesucht. Mit dem Einsetzen der Dunkelheit wurde die Suche unterbrochen, weil das Gelände teilweise sehr unübersichtlich ist und wegen der vorangegangenen Hochwassersituation ganze Bereiche sehr morastig waren. Die Person wurde bis zu diesem Zeitpunkt nicht gefunden. Es wurde zu diesem Zeitpunkt erwogen, die Suche am nächsten Tag fortzusetzen.
Am heutigen Montag wurde jedoch
durch die Polizei entschieden, dass die Suche nicht
weiter fortgesetzt wird. Bisher liegt keine
Vermisstenanzeige bei der Polizei vor. Die persönlichen
Gegenstände ließen keinen Rückschluss auf die Identität
ihres Eigentümers zu. Die Polizei hält es für möglich,
dass sich der unter Wasser treibende Kanadier bereits
bei der letzten Hochwasserwelle
dort verfangen hatte und erst jetzt über dem
Wasserspiegel sichtbar wurde.
Eingesetzt waren seitens der Rettungshundestaffeln:
Malteser
DRK Peine
THW Wolfenbüttel
Johanniter