Anhaltende, heftige Regenfälle im gesamten Harzvorland und randvolle Talsperren im Nordharz sorgten in den Tagen um das letzte Septemberwochenende für schwere Überschwemmungen. In den Landkreisen Wolfenbüttel und Hildesheim wurde zeitweise Katastrophenalarm gegeben, weil das Wasser Straßen unterspülte und Ortschaften überschwemmte. Unzählige Keller liefen voll Wasser.
Am Samstag, den 29.9.2007, wurden gegen 20:00 Uhr mehrere Einheiten der Hilfsorganisationen sowie verschiedene Feuerwehreinheiten aus Braunschweig alarmiert und in einen Bereitstellungsraum in Salzgitter-Bad verlegt, um in dieser Gegend insbesondere Evakuierungsmaßnahmen vorzubereiten. Folgende Kräfte aus Braunschweig standen in Bereitstellung oder erkundeten die Lage:
Am späten Abend wurde die Situation
in der Samtgemeinde Baddeckenstedt derart kritisch, dass
durch die TEL eine Evakuierung von Baddeckenstedt in
Erwägung gezogen wurde. Aus diesem Grund mussten in zwei
Sporthallen Evakuierungspunkte eingerichtet werden. In
Klein Heere sollten Braunschweiger Kräfte diese Aufgabe
übernehmen. Der LNA erkundete vor Ort die Lage, und eine
Sanitätsgruppe der SEG Sanität sowie ein RTW der Malteser
und die Schnelleinsatzgruppe Betreuung des DRK verlegten
nach Klein Heere. Die restlichen Einheiten aus
Braunschweig, darunter auch die verbleibenden beiden
Gruppen der SEG Sanität, konnten wieder einrücken.
In der Sporthalle in Klein Heere wurde Kontakt zum LNA aufgenommen und gemeinsam mit dem DRK ein Evakuierungspunkt für etwa 100 Personen eingerichtet. Später rückten noch Kräfte der Schnelleinsatzgruppe Transport (ASB) und der TO nach. Gegen 23:30 Uhr konnte der TEL die Betriebsbereitschaft gemeldet werden. Da es bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu Evakuierungsmaßnahmen kommen musste, übertrug der TO die Leitung des Evakuierungspunktes an den Leiter SEG Sanität, ein großer Teil der Helfer wurde zunächst zur Nachtruhe in die bereitstehenden Feldbetten geschickt. Lediglich einige Führungskräfte, die Besatzung des Meldekopfes und wenige Einsatzkräfte waren davon ausgenommen.
Im Verlauf der Nacht wurden nur zwei Personen und ein Hund durch die Feuerwehr auf deren eigenen Wunsch aus Baddeckenstedt evakuiert. Diese wurden durch die Einsatzkräfte während der Nacht betreut. Gegen 7:30 wurde das diensttuende Personal der SEG Sanität durch eigene Kräfte abgelöst. Gegen 11:00 Uhr konnte der Evakuierungspunkt aufgelöst werden, weil sich die Lage langsam entspannte und vorerst nicht mehr mit Evakuierungen gerechnet werden musste.
Insgesamt waren seitens der Malteser 25 Helfer, darunter ein Notarzt, an diesem Einsatz beteiligt.