Am frühen Abend des 8.5.1999
meldete der Pilot einer zweimotorigen Maschine vom Typ
"Beechcraft" dem Tower des Flughafens, dass er das
Fahrwerk seiner Maschine aufgrund eines technischen
Defektes nicht ausfahren könne und er deshalb eine
Notlandung auf dem Flughafen Braunschweig plane.
Insgesamt waren neun Personen an Bord des Flugzeuges.
Die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr
Braunschweig alarmierte daraufhin einen Löschzug und
einen Rüstzug der Berufsfeuerwehr sowie die
Freiwilligen Wehren Thune und Bienrode, um auf der
Graslandebahn einen 400 Meter langen und 15 Meter
breiten Schaumteppich zu legen und die notwendigen
Mittel für eine eventuell notwendig werdende technische
Rettung vor Ort zu haben. Weiterhin wurden umgehend
drei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug der
Berufsfeuerwehr Braunschweig, ein Rettungswagen des
Arbeiter-Samariter-Bundes, ein Rettungswagen der
Malteser, je ein Transportorganisator (OrgL) der
Malteser und des DRK und der Leitende Notarzt zum
Flughafen disponiert. Ferner kam der
Rettungshubschrauber "Christoph 30" des ADAC aus
Wolfenbüttel und zwei SAR-Hubschrauber der Bundeswehr
zum Einsatz. Die Schnelleinsatzgruppe Sanität wurde in
Bereitschaft versetzt.
Da sich nun ein grosser Teil der in Braunschweig
verfügbaren Rettungsmittel am Flughafen bzw. auf dem
Weg dorthin befanden, wurde zur Sicherstellung des
Rettungsdienstes der Stadt die Schnelleinsatzgruppe
"Transport" des Arbeiter-Samariter-Bundes und ein
zusätzlicher Rettungswagen der Johanniter-Unfall-Hilfe
alarmiert. Da zum Zeitpunkt des Einsatzes zufällig
gerade die Einweihung der neuen Rettungswache des DRK
mit einem entsprechendem Empfang stattfand, konnten die
anwesenden Helfer sehr schnell zwei weitere
Rettungswagen des DRK sowie zwei Rettungswagen der
Malteser in Dienst nehmen. Es standen nunmehr wieder
ausreichend viele Rettungsmittel zur Verfügung.
Nachdem alle präventiven Maßnahmen eingeleitet worden
waren, erfolgte gegen 21:30 Uhr die eigentliche
Notlandung. Lediglich das Flugzeug wurde bei der
Landung beschädigt, Pilot und Passagiere blieben
unverletzt. Darauhin wurde ein Großteil der
Einsatzkräfte entlassen, die Bereitstellung der
Schnelleinsatzgruppe Sanität wurde aufgehoben.