Im Rahmen von Bauarbeiten am
umstrittenen ECE-Zentrum im braunschweiger Schlosspark
wurde am 7.6.2005 eine etwa 250 Kilo schwere
Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Gegen
21 Uhr entschied die Polizei, dass die gesamte
Innenstadt in einem Umkreis von 500 Meter um die Bombe
herum evakuiert werden müsse. Betroffen waren etwa 5000
Menschen.
Für die Evakuierung des Gebietes
zog die Polizeidirektion Braunschweig Einsatzkräfte aus
dem gesamten Umland zusammen. Die Feuerwehr
Braunschweig löste Großalarm aus. Unter anderem wurden
alarmiert:
- Alle Lösch- und Fachzüge der Freiwilligen
Feuerwehr (insg. 30 Feuerwehren)
- alle dienstfreien Führungsdienste der
Berufsfeuerwehr
- die Gruppe der Leitenden Notärzte (8 Ärzte im
Einsatz)
- die Gruppe der Organisatorischen Leiter (4 Kräfte
im Einsatz)
- alle 4 Schnelleinsatzgruppen der
Hilfsorganisationen
- das Technische Hilfswerk
Für die Einsatzkräfte der Malteser
ergaben die folgenden Einsatzschwerpunkte:
- Unser OrgL übernahm zusammen mit Kollegen der
OrgL-Gruppe die Koordination der
Krankentransporte.
- Helfer der Betreuungsgruppe bereiteten warme
Mahlzeiten vor und fuhren diese mit MTWs zu den
Einsatzkräften.
- 3 Krankentransportwagen, 2
Mannschaftstransportwagen und 3 Rettungswagen fuhren
Krankentransporte im Rahmen der Evakuierung und
Einsätze aus der regulären Notfallrettung.
- Mehrere Einsatzkräfte besetzten die Dienststelle
in der Kasernenstraße.
- Eine Sanitätsgruppe übernahm die
sanitätsdiensteliche Betreuung des Auffanglagers in
der Volkswagen Halle. Dies erwies sich vor allem
insofern als sinnvoll, als dass die Malteser ohnehin
die sanitätsdienstliche Versorgung aller
Veranstaltungen in dieser Halle übernehmen, so dass
entsprechende Orts- und Sachkunde vorhanden war und
dort bereits ein voll eingerichteter Sanitätsraum
genutzt werden konnte.
Seitens der Malteser kamen
insgesamt 30 Helfer zum Einsatz, darunter zwei
Notärzte.