Malteser Hilfsdienst Braunschweig/Katastrophenschutz/Einsätze

Evakuierung von 2000 Personen

Zum ersten Einsatz im Jahr 2008 wurde die Schnelleinsatzgruppe Sanität der Malteser Braunschweig am 24.1.2008 gerufen. Gegen 12:30 Uhr alarmierte die Berufsfeuerwehr Braunschweig die Einheit über digitale Meldeempfänger und bat um Unterstützung bei der Evakuierung der Ortschaften Leiferde und Rüningen wegen eines Fliegerbombenfundes. Augrund eines Säurezünders konnte der Sprengmeister die Bombe nicht vor Ort entschärfen - sie musste kontrolliert gesprengt werden. Dazu musste etwa 2000 Personen ihre Häuser verlassen, unter anderem waren auch vier Kindertagesstätten und ein Hort betroffen.

In der Sporthalle Rüningen wurde ein Evakuierungspunkt eingerichtet. Hier wurden die Malteser gemeinsam mit Einsatzkräften der Schnelleinsatzgruppe Betreuung des DRK, der Notfallseelsorge und der Freiwilligen Feuerwehr tätig. Die Malteser stellten dabei die sanitätsdienstliche Absicherung des Evakuierungspunktes sicher, während des DRK die Bevölkerung mit Getränken und Snacks versorgte und gemeinsam mit der Notfallseelsorge die Betreuung der über 200 evakuierten Personen übernahm. Zusätzlich stellten die Malteser drei Krankentransportwagen für den Transport nicht gehfähiger Personen. Weitere Fahrzeuge wurden von der Johanniter-Unfall-Hilfe (1 Rettungswagen), dem ASB (1 Krankentransportwagen, 1 Mannschaftstransportwagen) und der Berufsfeuerwehr (1 Krankentransportwagen) gestellt. Die Koordination der Transporte übernahmen zwei Transportorganisatoren in Kooperation mit dem Leiter der Schnelleinsatzgruppe "Transport" des ASB.

Gegen 17:20 wurde die Bombe gesprengt. Kurz danach konnten alle Personen wieder zurück in ihre Häuser.

Die Malteser waren mit insgesamt 18 Helfern im Einsatz, darunter 1 Notarzt.

Eingesetzte Fahrzeuge der Malteser:

1 Einsatzleitwagen 1
2 Rettungsgerätewagen
1 Betreuungskombi mit Geräteanhänger "Licht" und Zusatzausstattung "Evakuierung"
3 Krankentransportwagen
1 Gerätewagen Hund

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