Malteser Hilfsdienst Braunschweig/Katastrophenschutz/Einsätze

Foto: Nonstop News

Erneuter Bombenfund in der Innenstadt

Nachdem bereits im Sommer diesen Jahres eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg im Stadtgebiet Braunschweigs gefunden worden ist, stießen Bauarbeiter auf dem Zentralen Campus der Technischen Universität (TU) am Vormittag des 21.11.2005 wiederum auf eine 5-Zentner-Bombe. Der Kampfmittelräumdienst untersuchte den Blindgänger und ordnete sicherheitshalber an, die Gebäude im Umkreis von 500 Metern zu räumen. Neben unzähligen Studenten und Mitarbeitern der TU mussten etwa 3000 Anwohner ihre Häuser verlassen.

Gegen Mittag trat die Gefahrenabwehrleitung (GAL) zusammen und koordinierte die für die Evakuierung notwendig werdenden Maßnahmen. Nach entsprechender Vorinformation aller Hilfsorganisationen wurden gegen 14:00 Uhr unter anderem folgende Einheiten alarmiert:

  • Alle Lösch- und Fachzüge der Freiwilligen Feuerwehr (insg. 30 Feuerwehren)
  • dienstfreie Führungskräfte der Berufsfeuerwehr
  • Mitglieder der Gruppe der Leitenden Notärzte
  • die Gruppe der Organisatorischen Leiter
  • alle 4 Schnelleinsatzgruppen der Hilfsorganisationen
  • das Technische Hilfswerk

Nach der Herstellung der Einsatzbereitschaft der einzelnen Einheiten wurde der Einsatzzug der Malteser zusammen mit dem Fachzug 87 der Freiwilligen Feuerwehr und den Schnelleinsatzgruppen "Transport" (ASB) sowie "Rettung" (Johanniter) zur Beethovenstraße verlegt. Hier wurde in der Sporthalle der TU und in der angrenzenden Mensa 2 die Sammelstelle für evakuierte Bürger eingerichtet.

Für die Einsatzkräfte der Malteser ergaben die folgenden Einsatzschwerpunkte:

  • Unser OrgL übernahm zusammen mit Kollegen der OrgL-Gruppe die Koordination der Krankentransporte.
  • Mehrere Krankentransportwagen, Mannschaftstransportwagen und Rettungswagen der Malteser fuhren Krankentransporte im Rahmen der Evakuierung.
  • In der Sammelstelle wurde eine Registrierung für Patienten, die mit Rettungsmitteln transportiert wurden, eingerichtet.
  • Ein Umkleideraum wurde zum Sanitätsraum umfunktioniert und ständig besetzt.
  • Die sanitäts- und rettungsdienstliche Betreuung der Sammelstelle wurde mit Unterstützung der SEG Rettung sichergestellt.
  • Die etwa 150 Betroffenen, die sich in der Sammelstelle aufhielten, wurden gemeinsam mit Notfallseelsorgern und den anderen Einatzkräften intensiv betreut.

Seitens der Malteser kamen insgesamt 23 Helfer, davon 1 Notarzt, mit den folgenden Fahrzeugen zum Einsatz:

  • 1 Einsatzleitwagen 1
  • 3 Rettungsgerätewagen
  • 3 Krankentransportwagen
  • 1 Rettungswagen
  • 1 Betreuungskraftwagen
  • 3 Mannschaftstransportwagen
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