Malteser Hilfsdienst Braunschweig/Katastrophenschutz/Einsätze

In den ersten Tagen des Jahres 2003 wurde Braunschweig wiederum von einem Hochwasser heimgesucht. In der Nacht vom Donnerstag (2.1.03) auf Freitag waren allein 30,1 Millimeter Niederschlag zu verzeichnen gewesen. Im Vergleich zum Jahrhunderthochwasser im Sommer 2002 war das zwar noch verhältnismäßig wenig (hier wurden zu Spitzenzeiten 79,5 Millimeter gemessen), aber wegen des durchgefrorenen Bodens konnte das Wasser kaum versacken. Hinzu kam der zur Zeit sehr hohe Grundwasserspiegel, der ein Versacken in den bereits aufgetauten Gebieten sehr erschwerte. Aus diesen Gründen sammelte sich das Wasser fast ausschließlich in den Flüssen, Gräben und Kanälen Braunschweigs, die ähnliche Pegelstände wie im Sommer 2002 erreichten. Die Wabe erreichte eine Breite von fast 120 Metern - normalerweise ist sie gerade 5 Meter breit.

Die Gefahrenabwehrleitung (GAL) der Stadt Braunschweig trat am Freitag (3.1.2003) um 14.00 Uhr zusammen. Für den besonders betroffenen Norden der Stadt wurde am Tostmannplatz eine Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) eingerichtet. Wieder wurde auch die Rettungswache der Malteser in Querum durch das Hochwasser akut bedroht - der Rettungswagen wurde für mehrere Tage in die Rettungswache der Malteser in der Innenstadt verlegt. Zur Sicherung der Wache wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag Personal und Material des Trupps "Technik und Sicherheit" unseres Einsatzzuges eingesetzt. Die Wache wurde mit Sandsäcken verbaut. Gleichzeitig standen unsere Helfer auch den Anwohnern der Umgebung hilfreich zur Seite. Teilweise kam unsere Tauchpumpe in der Nachbarschaft zum Einsatz. Der Aufbau einer Notstromversorgung wurde vorbereitet. Unser LKW transportierte auch diesmal mehrere Stunden lang - disponiert durch die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Braunschweig - Sandsäcke von der Sandsackausgabe zu den verschiedenen Einsatzstellen im Einsatzabschnitt Nord.

Zeitweise waren 350 Helfer der Berufsfeuerwehr Braunschweig, der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes und der Malteser gleichzeitig mit der Gefahrenabwehr und Präventivmaßnahmen im Einsatz. Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde über die Verpflegungsgruppen des THW, der Freiwilligen Feuerwehr und durch die Schnelleinsatzgruppe "Betreuung" des DRK sichergestellt. Das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr Salzgitter lieferte in der Nacht vom Freitag auf Samstag etwa 5.000 Sandsäcke nach Braunschweig.

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