Malteser Hilfsdienst Braunschweig/Katastrophenschutz/Einsätze

Am 7. Januar 2005 kam es in der Dürerstraße in Wolfenbüttel gegen 16:30 Uhr zu einem Kellerbrand in einem Hochhaus. Zunächst wurde die Feuerwehr Wolfenbüttel, der Rettungsdienst, der Organisatorischen Leiter Rettungsdienst des DRK Wolfenbüttel und die Schnelleinsatzgruppe des DRK Wolfenbüttel alarmiert, weil möglicherweise mit einer größere Anzahl von betroffenen oder gar verletzten Personen gerechnet werden musste.

Beim Eintreffen stellten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung mit entsprechender Verqualmung der Flurbereiche fest. In dem Haus waren laut Melderegister etwa 250 Personen gemeldet. 13 Personen wurden durch Rauch in ihren Wohnungen eingeschlossen, 36 wurden mit Fluchthauben ins Freie geführt. Die Feuerwehren aus Linden, Ahlum und Groß Stöckheim wurden nachalarmiert. Es wurde eine Bettenabfrage bei den umliegenden Kliniken eingeleitet, und bei der Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr Braunschweig wurde der Leitende Notarzt (LNA) sowie weitere Rettungswagen angefordert.

Die eintreffenden Kräfte aus Wolfenbüttel stellten bei der Lageerkundung fest, dass die eigenen Kräfte gegebenenfalls nicht ausreichen könnten und alarmierten daher voraussschauend Kräfte aus Braunschweig nach. Gleichzeitig wurde ein Behandlungsplatz in Betrieb genommen, in dem die insgesamt 57 evakuierten Personen während der Löscharbeiten versorgt wurden.

Der Landkreis Wolfenbüttel kann im Rahmen eines Abkommens auf alle MANV-Kräfte aus Braunschweig zugreifen. Die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr Braunschweig löste daher MANV aus und alarmierte um 17:07 Uhr entsprechend des Alarmplanes

  • 5 Rettungswagen des Rettungsdienstes
  • ein Notarzteinsatzfahrzeug
  • den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL)
  • den Direktionsdienst
  • einen Löschzug der Berufsfeuerwehr
  • die Schnelleinsatzgruppe Sanität der Malteser
  • die Schnelleinsatzgruppe Rettung der Johanniter
  • die Schnelleinsatzgruppe Transport des ASB
  • den ELW 2

Gegen 17:22 Uhr rückten die ersten Kräfte der Malteser nach Wolfenbüttel ab. Alle Braunschweiger Kräfte fuhren zunächst einen Bereitstellungsraum in der Nähe der Einsatzstelle an. Kräfte unserer Schnelleinsatzgruppe unterstützten die Wolfenbütteler Kameraden bei der Betreuung von Leicht- und Unverletzten. Ein Schnelleinsatzzelt kam zusätzlich zu den beiden des DRK zum Einsatz. Insgesamt wurden 5 Patienten durch Rettungswagen aus Wolfenbüttel und aus Braunschweig in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert.

Auch wenn bei diesem Einsatz glücklicherweise nur wenige Leichtverletzte zu beklagen waren, standen jedoch nicht zuletzt durch das umsichtige Handeln der ersteintreffenden Kräfte mehr als genügend Einsatzkräfte bereit, um auch größere Patientenzahlen adäquat versorgen zu können. Neben den knapp 20 Mitarbeitern des DRK Wolfenbüttel, die den Großteil des Einsatzes eigenständig abwickeln konnten, standen aus Braunschweig etwa 10 Rettungswagen, 10 Krankentransportwagen, ein kompletter Behandlungsplatz, ein Löschzug und ein Großaufgebot an Personal bereit. Seitens uns Maltesern waren 15 Einsatzkräfte im Einsatz, weitere 6 standen in der Unterkunft bereit.

Eingesetzte Kräfte der Malteser

  • 1 Notarzt
  • 6 Rettungsassistenten
  • 6 Rettungssanitäter
  • 7 Einsatzsanitäter
  • 1 Fernmelder
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