Malteser Hilfsdienst Braunschweig/Katastrophenschutz/Einsätze

Einsatz der Hundestaffel nach Verkehrsunfall

Foto: NonstopNews

Am 3.1.2006 kam es auf der Autobahn 2 zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Fahrzeug kam aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, wurde durch eine Leitplanke hochgeschleudert, flog knapp 80 Meter weit, landete im Graben und fing Feuer. Eine Person verunglückte tödlich, eine weitere wurde im Unfallfahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt. Ein LKW-Fahrer griff beherzt ein und löschte den Entstehungsbrand mit einem Kleinlöschgerät ab. Die Integrierte Leitstelle entsandte umgehend den Rüstzug der Berufsfeuerwehr, erhebliche Kräfte des Rettungsdienstes sowie die Freiwilligen Feuerwehren Bienrode und Veltenhof an die Einsatzstelle. Die Polizei leitete eine Vollsperrung der Autobahn in Fahrtrichtung Hannover ein.

Der Verletzte gab gegenüber der zuerst eintreffenden Autobahnpolizei mehrfach an, dass sich im Fahrzeug insgesamt drei Personen befunden haben sollen. Die dritte Person wurde vermisst. Aufgrund dieser Lageänderung wurde noch vor Eintreffen der Feuerwehrkräfte die Malteser Rettungshundestaffel über digitale Meldeempfänger nachalarmiert. Die Kräfte der Feuerwehr suchten zeitgleich zur Rettung der eingeklemmten Person die nähere Umgebung der Unfallstelle ab. Das Suchgebiet wurde großflächig unter anderem mit Hilfe eines Feuerwehrkrans ausgeleuchtet.

Im Falle eines Hundestaffeleinsatzes kommen bei den Maltesern in Braunschweig neben den Hundeführern mit ihren Hunden immer auch Teilkräfte des Einsatzzuges zum Einsatz, um den Einsatz zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem Techniker und speziell geschultes Rettungsdienstpersonal. Bereits 20 Minuten nach der Alarmierung rückte der Einsatzleitwagen zur Lageerkundung an die Einsatzstelle ab. Nach der Rettung der verletzten Person wurde festgestellt, dass sich doch nur zwei Personen im Fahrzeug befunden hatten. Die Kräfte der Hundestaffel mussten daher nicht mehr eingesetzt werden - ebenso brauchten weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die mögliche Nachalarmierung weiterer Hundestaffeln im Rahmen der AG Rettungshunde, nicht mehr erfolgen.

Seitens der Malteser waren insgesamt 12 Einsatzkräfte in Bereitstellung, darunter zwei geprüfte Rettungshunde mit ihren Hundeführern, mehrere Rettungsassistenten und ein Notarzt.

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