Malteser Hilfsdienst Braunschweig/Katastrophenschutz/Einsätze

Evakuierung wegen Bombenfund im Bereich Celler Straße

Am 11.10.2006 wurden verschiedenste Einsatzeinheiten der Freiwilligen Feuerwehren und der Hilfsorganisationen zur Evakuierung einiger Straßenzüge im Bereich Celler Straße eingesetzt.

Vorausgegangen war am Vortag der Fund einer 48 Kg-Fliegerbombe aus dem 2.Weltkrieg. Diese wurde bei Erdrückearbeiten entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst wurde angefordert und die zuständigen Stellen der Behörden stimmten sich am Abend ab, dass die Entschärfung am Folgetag erfolgen sollte.

Am Mittwoch wurden dann die SEG-Transport des ASB, die SEG-Betreuung des DRK sowie die SEG-Sanität der Malteser zum Einsatz gebracht. Weiterhin Führungsdienste der Berufsfeuerwehr, der ELW2 und diverse Fachzüge der Freiwilligen Feuerwehren. Natürlich waren auch umfangreiche Einsatzmittel der Polizei vor Ort.

Die Malteser bekamen mehrere Einsatzaufträge.

Besetzt wurden 2 KTW, 1 RTW und ein MTW (Mannschaftstransportwagen) für den Bereich der Transporte von hilfebedürftigen Anwohnern. Zusätzlich sollten die Malteser unterstützend im Bereich der Realschulturnhalle Sidonienstraße tätig werden, wo das DRK eine Auffangstation für Evakuierte einrichten sollte. Mittels Linienbussen, MTW und KTW wurden hierher Anwohner des Evauierungsgebiets gebracht, die keine andere Unterbringungsmöglichkeit erreichen konnten. Die Malteser organisierten hier die Eingangstriage der nicht gehfähigen Evakuierten und richteten einen Sanitätsbereich für besonders beteuungsbedürftige Bürger ein.

Weiterhin wurde in der Kantine des Klinikums Celler Straße eine Sanitätsstation für etwaiig dort ankommende Anwohner eingerichtet.

Ab 7 Uhr morgens standen die Transportmittel am Sammelplatz Celler Straße einsatzbereit und warteten, bis ca. um 9 Uhr die ersten Transporte anstanden.

Um 11 Uhr konnte dann plangerecht mit der Entschärfung der Bombe begonnen werden. Bis dahin wurden insgesamt 9 Patiententransporte durchgeführt. Mittels Linienbussen und anderen Transportmitteln kamen somit ca. 60-80 Menschen in der Sporthalle Sidonienstraße unter und wurden dort mit Obst, Getränken und Süßigkeiten durch das DRK versorgt. Gleichfalls standen hier mehrere Notfallseelsorger bereit, um sich den Nöten und Ängsten der überwiegend älteren Anwohner anzunehmen.

Um 11:30 Uhr war die Bombe erfolgreich entschärft und die Evakuierten konnten den Weg in Ihre Wohnungen antreten bzw. wurden wieder dorthin transortiert.

Der Einsatz verlief sehr harmonisch und ruhig. Sicher lag das an der mittlerweile sehr umfangreichen Erfahrung aller eingesetzten Kräfte im "Geschäft" mit Evakuierungen - aber zum Teil wohl auch daran, dass es sich dieses Mal um ein recht kleines Evakuierungsgebiet handelte.

Dirk Bielstein

bielstein@malteser-braunschweig.de

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