Beinahe Schlag auf Schlag werden auf den vielen Braunschweiger Baustellen derzeit Blindgänger gefunden: Nur gut 2 Wochen nach einem Bombenfund auf dem TU-Gelände wurde am 9. Dezember eine Bombe im Siegfriedviertel gefunden. Wiederum mussten etwa 5.600 Bürger evakuiert werden. Der Altersdurchschnitt liegt in diesem Viertel besonders hoch: etwa 1000 Betroffene waren über 65 Jahre alt. Betroffen waren diesmal auch Teile des VW-Werkes und ein Seniorenheim.
Wiederum wurden etwa 550 Einsatzkräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen alarmiert. Die Gefahrenabwehrleitung (GAL) trat zusammen und koordinierte die Hilfsmaßnahmen. Im Bereich des Stadions wurde durch die Feuerwehr eine Technische Einsatzleitung (TEL) eingerichtet. Der Sammelpunkt für die Evakuierten war erneut die Mensa in der Beethovenstraße, für besonders betreuungsbedürfte Personen wurde die Sporthalle der Neuen Oberschule in unmittelbarer Nähe der Mensa genutzt. Hier wurde eine weitere TEL eingerichtet.
Die Räumung der betroffenen Gebiete durch Polizei und Feuerwehr begann gegen 14:00 Uhr. Der Einsatzzug der Malteser erhielt wiederum den Auftrag, im Bereich des Sammelpunktes tätig zu werden. Konkret wurden wir mit den folgenden Aufgaben betraut:
Seitens der Malteser kamen insgesamt 21 Helfer, davon 1 Notarzt, zum Einsatz. In der Mensa und in der Sporthalle wurden insgesamt über 600 Personen durch die verschiedenen Helfer betreut.