Am 18.10.2000 ging bei der Netzleitung Hannover der Deutschen Bahn AG eine Bombendrohung gegen den Braunschweiger Hauptbahnhof ein. Die Behörden stuften die Drohung als ernst ein und leiteten umgehend Maßnahmen ein. Der Zugverkehr im Bahnhof wurde gestoppt, Reisende aus dem Gebäude evakuiert. Der dem Hauptbahnhof vorgelagerte Berliner Platz und angrenzende Strassen wurde für den Verkehr gesperrt. Durch Absperrmaßnahmen wurde auch die Zugangswege eines Hotels mit angegliederten Restaurante zeitweilig unterbrochen.
Die Integrierte Leitstelle der Berufsfeuerwehr Braunschweig alarmierte gegen 19:55 Uhr mehrere Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug des regulären Rettungsdienstes, einen Löschzug, den Leitenden Notarzt, die Gruppe der Transportorganisatoren (OrgLs), den ELW 2 sowie die SEG Sanität (Malteser), die SEG Rettung (Johanniter), die SEG Transport (ASB) und die SEG Betreuung (DRK). Ein weiterer Rettungswagen der Malteser wurde durch dienstfreies Personal besetzt und wurde ebenfalls zur Einsatzstelle entsand.
Erste Kräfte der SEG Sanität rückten gegen 20:05 Uhr aus. Insgesamt kamen alle drei Rettungsgerätewagen, zwei KTWs, ein MTW, der Einsatzleitwagen und 19 Einsatzkräfte zum Einsatz.
Die RTWs und KTWs des Rettungsdienstes und der SEGn Transport und Rettung wurden auf einem KTW-/RTW-Halteplatz organisiert. Durch den ELW 2 wurde eine Örtliche Einsatzleitung aufgebaut. Die SEG Betreuung sorgte für die Verpflegung der wartenden Gäste und der Einsatzkräfte. Durch die SEG Sanität wurde ein Schnelleinsatzzelt aufgebaut und für die Versorgung von zwei Schwerstverletzten ausgestattet. Zwei Teams, bestehend aus Rettungssanitätern und Rettungsassistenten der SEG Sanität, hielten sich als Besatzung für das Zelt einsatzbereit.
Der Bahnhof wurde durch zwei Bombenspezialisten des Bundeskriminalamtes abgesucht. Zu ihrer Sicherheit wurden zwei Rettungswagen und zwei Notärzte ständig bereitgehalten. Auch das Schnelleinsatzzelt war für ihre evtl. notwendig werdende Versorgung vorgesehen. Eine verdächtige Tasche wurde sicherheitshalber gesprengt; sie enthielt aber nur eine alte Schreibmaschine. Letztendlich konnte keine Bombe gefunden werden. Nach der Entwarnung rückten die Einsatzkräfte gegen 23:00 Uhr wieder ein.